Corpus Kölner Borten in HiDA4

Anlässlich der Internationalen Tagung „Corpus Kölner Borten. Kölner Bortenweberei im Mittelalter“ vom 9. bis 10. Oktober 2009 im Museum für Angewandte Kunst in Köln stellten Tobias Nagel (EDV der Kölner Museen) und Ariane Koller vom Forschungsprojekt „Corpus Kölner Borten“ vor, wie das Corpus in einer HiDA4-Datenbank mit den Regelwerken MIDAS und KuR aufgebaut worden ist.

Das Corpus ist mit eines der wichtigsten Ergebnisse des von 2007 bis Ende 2009 laufenden Forschungsprojekt am Institut für Textilgestaltung und Textilwissenschaft der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit dem Institut für historische Textilien in Köln.

Das Projektteam besteht aus Univ.-Prof. Dr. Marita Bombek (Projektleiterin), Dr. Gudrun Sporbeck und Dr. Thomas Blisniewski. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt war Ariane Koller MA für die Einpflegung der Daten verantwortlich, die Analysen der Borten hat Dipl. Restauratorin Monika Nürnberg durchgeführt. Durch die präzise und hilfreiche Einweisung von Herr Dipl. Theol. Tobias Nagel (Museum EDV) war die Einrichtung von HiDA4 Midas möglich.

HiDA Screenshot

Screenshot aus der HiDA4-Datenbank „Corpus Kölner Borten" zur Beschreibung einer Kasel im Besitz von Dr. Gudrun Sporbeck, Institut für historische Textilien in Köln.


In der Datenbank ist die mittelalterliche Kölner Bortenweberei im Gebiet der Stadt Köln erstmalig vollständig und mit Abbildungen verzeichnet. Sie liefert aber nicht nur aktuelle Objektbeschreibungen der Borten sondern vor allem auch detaillierte Informationen über Technik und Restaurierung.

Das Corpus wird vor allem auch dadurch einen entscheidenden Beitrag zukünftiger Forschungen bieten, als es als Bestandteil der gesamtkölnischen Museumsdatenbank unter www.kunstbestandkoeln.de frei verfügbar sein und auf diese Weise den interdisziplinären Austausch zwischen allen beteiligten Fachdisziplinen wie der Kunstgeschichte, Geschichte, Liturgiewissenschaft und der Restaurierung maßgeblich unterstützen wird.

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